Szeneanfang:
Piri sitzt nackt auf Meneor und reitet ihn voller Lust.
Hoch oben n?hert sich Luftfisch Genville. Iris schaut aus der Passagiergondel und zeigt mit ausgestrecktem Arm auf das sich paarende Paar.
Wie die Gondel fast den Boden berührt, springen Iris und Ewald heraus ...
... und n?hern sich lautlos Piri und Meneor.
Piris Gesicht zerfliesst vor Lust ...
... und wie es ihr kommt, wirft sie den Kopf zurück und schreit: "Aiiiihhhh!!!"
Die strahlende Piri h?rt aus dem Off: "So ein Theater wegen eines Würstchens."
Piri wendet sich Iris zu und sagt glücklich: "Das ist kein Theater. Das ist pures Lust!"
Piri st?sst sich wie eine Springfeder vom Boden ab, ...
... umfasst mit ihren Schenkeln und Armen die überraschte Iris ...
... und küsst Iris, w?hrend Iris nach hinten stürzt, innig auf den Mund.
Wie die beiden am Boden liegen, flüstert Piri Iris ins Ohr: "Jetzt werde ich dich vernaschen."
W?hrend Piri Wange an Wange mit Iris liegt, spürt sie eine Tr?ne von Iris.
Iris' weinendes Gesicht betrachtend, sagt Piri erschrocken: "Verzeih mir. Ich wollte dir nicht weh tun. Ich wollte nur mein Glück mit dir teilen."
W?hrend Piri ihr die Tr?nen vom Gesicht küsst, sagt Iris begütigend: "Ich weine nicht wegen dir, du Dummerchen. Ich weine, weil ich uns zum Kotzen finde."
Stimme aus dem Off: "Was ist 'uns'?"
Meneor hat sich neben die beiden gesetzt und wartet l?chelnd auf eine Antwort.
Ewald setzt sich dazu und erl?utert bedrückt: "Wir haben recherchiert, wie Ritsch Politiker besticht, um Gesetze zu manipulieren. Als wir anfingen, darüber zu berichten, hat Ritsch den Sender gekauft und uns raus geschmissen ..."
Iris laufen die Tr?nen, erschüttert: "... Es ist immer dasselbe bei den Natürlichen: Ein machtgeiler Bock gewinnt immer mehr Macht, bis er alle anderen unterdrücken kann. Dabei ist ihm scheissegal, über wie viele Leichen er gehen muss. Ich habe die Nase gestrichen voll von den Natürlichen ..."
Meneor: "Aber dann kannst du nicht mehr atmen."
Iris, lachend und weinend zugleich: "Ja, du naiver Trottel. Ich ersticke in Natural City. Ich kann jetzt mein Leben als Kellnerin in einem Restaurant fristen, weil kein Medium mich mehr besch?ftigt, und zusehen, wie es den Leuten immer dreckiger geht, weil niemand diesen Ritsch aufh?lt."
Piri, in Iris' Ohr: "Ihr müsst nicht fristen. Ihr seid in Genville zu Hause."
Meneor, grinsend: "Soll ich dir sein Kopf bringen?"
Den Gedanken erw?gend, schaut Iris Meneor einen langen Moment schweigend an, ...
... um dann resigniert den Kopf zu schütteln: "Das bringt nichts. Dieses grausame Spiel h?rt erst auf, wenn die Natürlichen keine K?pfe mehr haben. Und ich will nicht, dass du dein Leben damit verschwendest, Millionen K?pfe abzuschneiden ..."
Iris, mit traurig l?chelndem Blick auf Piri: "... Mach lieber Piri glücklich."
Piri, strahlend: "Das hat es doch schon gemacht. Jetzt bist du dran."
Iris, abwehrend: "Nein, ich brauche kein Würstchen."
Meneor, l?chelnd: "Ich weiss, was du brauchst."
Iris, Stirn runzelnd, missbilligend: "Hast du wieder in meinen Kopf geschaut?"
Meneor, unbekümmert: "Ja klar, wenn ich nicht nachschaue, verstehe ich dich nicht. Du bist zu kompliziert."
Ewald prustet vor Lachen.
W?hrend Ewald Tr?nen lacht, ruft Iris emp?rt: "Na warte, Ewald! Wenn ich mich wieder bewegen kann, wirst du dafür büssen!"
Mit an Iris' Brust gelegter Wange umarmt Piri sie innig und sagt voller Z?rtlichkeit: "Ach Iris, ich habe dich lieb."
überrascht und etwas verwirrt schaut Iris zum Himmel.
Szeneanfang:
Gegen Abend sitzen Ewald, Iris, Meneor und Piri um einen brennenden Feuerbusch. Fleischstücke an St?cken h?ngen zum Braten in der N?he des Feuers. Ewald, Piri und Iris essen Früchte, w?hrend Meneor in ein blutiges, ungebratenes Stück Fleisch beisst.
Iris, geniesserisch: "Mmh, Mmh, das ist so lecker. Nicht wie diese fade Pampe in Natural City."
Iris und Ewald h?ren auf zu essen und schauen gebannt in dieselbe Richtung.
Antara n?hert sich, wie immer nackt und geschützt von ihrem Vorhangwesen. Ihre überirdische Sch?nheit ist es, welche die Blicke von Ewald und Iris in den Bann zieht.
Unwillkürlich erheben sich Iris und Ewald.
Antara, auf Iris zugehend, mit ihrem melancholischen L?cheln: "Iris und Ewald, welches Freude!"
Antara umarmt Iris und küsst sie auf den Mund. überrascht und ehrfürchtig zugleich, l?sst Iris es geschehen.
Ewald beobachtet die Szene mit grossen Augen und sagt kleinlaut: "Und ich?"
L?chelnd kommt Antara auf ihn zu ...
... und umarmt und küsst ihn auf dieselbe Weise.
Zitternd vor Erregung erwidert Ewald die Umarmung mit geschlossenen Augen.
Wie Antara sich l?chelnd ans Feuer setzt, stehen Ewald und Iris noch da und versuchen zu verarbeiten, was sie eben erlebt haben.
Iris, als k?nne sie nicht glauben, was sie sieht: "Bei all der H?sslichkeit in Natural City habe ich ganz vergessen, wie sch?n du bist Antara."
W?hrend Ewald und Iris sich setzen, reicht Meneor der melancholisch vor sich hin l?chelnden Antara einen Stock mit gebratenem Fleisch.
Antara beginnt zu essen. Piri erhebt sich, ...
... geht zu Antara ...
... und kuschelt sich an ihre Seite.
Iris, etwas befremdet über die Fürsorge für Antara: "Ihr verw?hnt eure G?ttin."
Antara, melancholisch: "Ich bin kein Gottheit, nur ein trauriges M?dchen."
Antara, l?chelnd in der Erinnerung an das Erlebnis, das sie beschreibt: "Wenn Meneor und Piri, nach lustvollem Treiben zu dritt, mich zwischen sich ruhen lassen, verliert das Schw?rze sein Farbe und ein friedvolles Licht verjagt die Gespenster und g?nnt mir Ruhe und Geborgenheit ..."
Antara, wie oben, mit Blick auf Iris: "... Wenn du Gottheiten suchst, dann findest du sie bei Piri und Meneor."
Iris vergr?bt ihr Gesicht Kopf schüttelnd in den H?nden. ...
... zeigt es wieder und sagt lachend: "Ich habe es gewusst! ..."
Iris, ernster: "... Kaum bin ich in Genville, ist jede Schweinerei, die ich bei den Natürlichen gelernt habe, nur noch absurder Müll. W?re die m?chtigste Person des Universums eine Natürliche, würde sie sich nicht damit begnügen, 'dem Schw?rze sein Farbe' zu nehmen, sondern jede Person, die ihr dumm kommt, in Schnelle Energie aufl?sen."
Meneor, l?chelnd: "Antara hat mir mal gezeigt, wie es in ihm aussieht. Es hat meine Sinne beeinflusst. So konnte ich in seinem Fantasie leben. Willst du es auch sehen?"
Iris, etwas verwirrt: "?hm ... ich weiss nicht ... Warum ..."
Antara: "Meneor will dir geben, was du brauchst. Es ist das erste Schritt. Vertraust du ihm?"
Iris, etwas durch den Wind: "Meneor vertrauen? ... Einem Genmonster ... das schon mehr Leute umgebracht hat als ... das mir mehrmals das Leben gerettet hat ... das sich für mich in den Kugelhagel geworfen hat ... Einem Chromos 4 Krieger ... der t?dlichsten Waffe, die jemals ein verrücktes Hirn ersonnen hat ... Na klar vertraue ich ihm ... Kein Problem ..."
Iris, kichernd: "... Ich drehe langsam durch. Zuerst ruiniert ein reiches Arschloch mein Leben, dann weiss ein Krieger, was mir fehlt und jetzt soll ich in einer Art virtueller Realit?t im Gehirn einer G?ttin rum spazieren."
Ewald legt tr?stend seinen Arm um Iris und sagt: "Als wir es nochmal in Natural City versucht haben, haben wir uns selbst belogen. Wir dachten unbewusst, wenn wir uns nur tief genug im Müllberg der Natürlichen vergrüben, würde die ungeheure Faszination von Genville verblassen. Und schliesslich sind wir Natürliche angewiesen auf Applaus und Status. Aber nach Genville war alles, was uns die Natürlichen geben konnten, nur schal und langweilig wie dünnes Bier ..."
Ewald, Iris fest in den Blick nehmend: "... Sei ehrlich, Iris. Du warst nicht glücklich ..."
Iris ruft gequ?lt: "Ich war noch nie glücklich! Und jetzt sind wir zwei verachtenswerte gescheiterte Existenzen, die in Genville um ein Gnadenbrot betteln."
Ewald weiss nicht mehr weiter und schaut bedrückt vor sich hin, ...
... um nachdenklich zu sagen: "Wenn dem so ist ... Was also hindert dich, den Weg des Kriegers zu gehen?"
Iris schaut Ewald erstaunt an: "Wie poetisch. So, wie du es sagst, klingt es nach einem Abenteuer, nicht nach einer Therapie."
Antara, melancholisch l?chelnd: "'Therapie' ist nur ein anderes Name für ein Erlebnis, das dich ver?ndert. Betrachte, wie sich das Bedeutung der Dinge verschiebt, wenn du dich einem Erlebnis hingibst."
Iris betrachtet Antara mit grossen Augen: "'Das Bedeutung der Dinge' klingt so fundamental, ... dass es mir Angst macht."
Antara, wie oben: "Es ist fundamental, denn alles ist nichts. Es sei denn, du gibst ihm ein Bedeutung."
Iris, tonlos vor sich hin: "'Alles ist nichts. Es sei denn, du gibst ihm ein Bedeutung.'"
Iris, zu Antara: "Und was ist 'Bedeutung'?"
Antara: "Nichts weiter als Gefühl ... ein kleines Wolke aus Gefühlsenergie, das du sehen kannst, wenn du ein Feldsinn hast."
Iris, mit schmerzlichem L?cheln: "Alles nur ... Gew?lk."
Iris, klagend: "Umso erb?rmlicher, wenn es nur Gew?lk ist, das dich zwingt, die Anerkennung und den Respekt der Natürlichen zu erringen ... und das dich mit harschem Demütigungsschmerz bestraft, wenn du dabei scheiterst ... Diese verdammte Sucht nach Ruhm! ..."
Iris greift sich ein Messer aus Piris Messergürtel und ruft theatralisch: "... Ich m?chte sie mir am liebsten aus der Brust schneiden."
Iris richtet das Messer gegen sich und sagt: "Zisch, Bumm!"
Piri ist alarmiert ...
... und wie das Messer aus dem Griff Feuer zu speien beginnt, zuckt ihre Hand an die Klinge, ...
... sodass sie das Messer senkrecht nach oben werfen kann, ...
... wo es wie eine Rakete aufsteigt ...
... und mit ziemlichem Gedr?hn hoch oben explodiert.
Iris, geschockt: "Ich wollte doch bloss ..."
Ewald, geschockt: "... uns in die Luft jagen."
Piri, lachend: "... ein Feuerwerk zum Feier eures Ankunft."
Meneor, lachend: "... zeigen, dass du immer gut bist für ein überraschung."
Antara muss kichern.
Ewald, zu Iris, mit gequ?ltem L?cheln: "Sei froh, dass dein 'Mordanschlag' mit Humor aufgenommen wird."
Iris starrt erschüttert vor sich hin.
Iris, zu Antara, mit leidendem Blick: "Ich brauche wirklich einen Neustart ... Was soll ich tun?"
Antara, mit einladender Geste und feinem L?cheln: "Bette dein Haupt in mein Schoss."
Iris erhebt sich und denkt: 'Huh, jetzt wird's aber pers?nlich.'
Antara, mit unergründlichem L?cheln: "Ja, das wird es."
Iris, überrascht, weil ihre Gedanken gelesen wurden: "Argh."
Iris legt ihren Kopf in Antaras Schoss, ...
... wo Antaras H?nde ihn z?rtlich umfassen.
Iris, etwas ?ngstlich: "Mein Leben liegt in deinen H?nden."
Antara, entrückt: "Unser Leben liegt immer in den H?nden der anderen."
Iris, wie oben: "Ich habe Angst."
Antara, wie oben: "Das ist ein gutes Anfang."
Iris macht ein Fragezeichengesicht.
Iris schliesst die Augen.
Auch Antara hat die Augen geschlossen und konzentriert sich darauf, Iris an ihrer Welt teilhaben zu lassen.
Ewald starrt gebannt auf Iris und Antara und flüstert: "Was geschieht jetzt?"
Piri, flüsternd: "Antara unterbricht die Nerven zu den Muskeln, damit Iris sich nicht bewegen und verletzen kann."
Meneor, flüsternd: "Dann wird Iris dasselbe Albtraum durchleben, das Antara mir gezeigt hat."
Ewald, besorgt, flüsternd: "Albtraum? Muss ich mir Sorgen machen?"
Meneor, flüsternd: "Was sind 'Sorgen'?"
Ewald ist verblüfft, dass Meneor das Wort nicht versteht.
Piri, kichernd, flüsternd: "Wenn du fürchtest, dass jemand ein Leid geschieht."
Meneor, nüchtern, flüsternd: "Es wird ihm Leid geschehen."
Ewald, besorgt, flüsternd: "Wie muss ich das verstehen?"
Meneor, flüsternd: "Das Leid war so stark, dass ich mich abgeschaltet habe."
Ewald macht ein Fragezeichengesicht.
Piri, kichernd, flüsternd: "Das grosse Krieger Meneor ist vom Angst in Ohnmacht gefallen."
Ewald, konsterniert, flüsternd: "Und was ist daran so lustig?"
Piri, l?chelnd, flüsternd: "Meneor kann kein Angst empfinden, nur so ein Art Vorsichtsempfinden. Antara hat in ihm aber so starke Angstfelder erzeugt, wie es sie selber aushalten muss. Das hat das starke Krieger umgehauen."
Ewald, mit gequ?ltem L?cheln, flüsternd: "Ja, wirklich sehr lustig. Und Iris werden diese Angstfelder vielleicht t?ten."
Meneor, nüchtern, flüsternd: "Antara geht bis an das Grenze. Nicht darüber hinaus. Iris wird einfach kein Blut mehr haben im Gesicht."
Ewald, überfordert, flüsternd: "Wie tr?stlich. Und wozu soll das gut sein?"
Meneor, wie oben: "Iris hat seine Bedeutungen verloren. Ich gebe ihm neue Gefühle."
Ewald, unglücklich vor sich hin sinnierend, flüsternd: "Neue Gefühle? ... Die br?uchte ich auch."
Piri, flüsternd: "Antara braucht sehr viel Kraft für das Spaziergang mit Iris. Aber wenn es geschlafen hat, wird es dich mitnehmen."
Ewald, erschrocken, flüsternd: "So habe ich das nicht gemeint."
Piri, flüsternd: "Willst du nicht dasselbe erfahren wie Iris, damit du es mit ihm teilen kannst?"
Ewald, überrumpelt, flüsternd: "?hm ... ich ... doch ... Ich fürchte mich davor ..."
Ewald, seufzend, vor sich hin, flüsternd: "... Du hast natürlich recht. Ich bin ein feiger Hund. Ich werde es trotzdem tun."
Piri umarmt Ewald, schaut ihm tief in die Augen und flüstert: "Du brauchst es nicht zu tun. Ich habe dich trotzdem lieb."
Piri küsst den verdutzten Ewald auf die Wange ...
... und kuschelt sich an Ewald.
Ewald, schmerzlich l?chelnd, flüsternd: "M?nner, die nicht so feige sind wie ich, würden für deine Liebe sterben."
Piri, Stirn runzelnd, flüsternd: "Was haben sie dann von meinem Liebe?"
Meneor, l?chelnd, flüsternd: "Piri ist wie das Sonne. Es scheint für alle. Und niemand muss sterben."
Ewald, zu Piri, flüsternd: "Ich tue es nicht, weil du mich dazu dr?ngst, Piri. Du hast mir die Augen ge?ffnet. Ich tue es für Iris."
Tr?nen schiessen Ewald aus den Augen, wie er Piri spontan umarmt ...
... und flüstert: "Es war so schrecklich in Natural City ..."
Ewald, Piri fest an sich drückend, flüsternd: "... und du bist so ..."
Ewald, mit erl?sendem Weinen, flüsternd: "... kostbar."
Ein Aaahhh-Schrei l?sst Piri und Ewald herum schnellen.
Iris, aus deren Gesicht alles Blut gewichen ist, liegt noch in Antaras Schoss und rudert mit geschlossenen Augen wild mit den Armen.
Ewald stürzt auf Iris zu und ruft besorgt: "Iris!"
Iris reisst die Augen in ihrem aschfahlen Gesicht weit auf, w?hrend Ewald sie in die Arme schliesst.
Verwirrt h?ngt Iris in Ewalds Armen und sagt tonlos: "Ewald?"
Iris umarmt Ewald, der ihren schlotternden K?rper noch fester an sich drückt.
Ewalds Blick f?llt auf Antara, welche die beiden ernst und aufmerksam beobachtet.
Ewald, zu Antara, Hilfe suchend: "Wie kann ich ihr helfen?"
Antara, mit melancholischem L?cheln: "Sei freundlich."
Verwirrt von dem seltsamen Rat schaut Ewald Antara an, als k?nne er aus ihrem Gesicht noch mehr lesen.
Antara muss kichern ...
... und sagt mit mildem L?cheln: "Sei einfach Ewald. Du bist das Pflaster für seine Schmerzen."
Ewald denkt staunend: 'Wie kann das sein? Ich bin doch bloss ein Hund?'
Antara, kichernd: "Vielleicht sind Hunde die besseren Menschen."
Ewald, zu Antara: "Darf ich auch erleben, was sie erlebt hat?"
Antara, ernst: "Gewiss, liebes Ewald. G?nne mir ein Nacht des Ruhe. Dann habe ich das Kraft dazu."
Iris l?sst sich aus der Umarmung hin sinken und sagt ersch?pft: "Ich bin tot. Gibt es hier noch ein freies Bett?"
Piri l?dt sich Iris auf die Arme und sagt strahlend: "Ich habe ein Bett."
Iris, misstrauisch: "So?"
W?hrend Piri sich in Bewegung setzt, sagt Iris schicksalsergeben: "Ach egal ..."
Iris l?sst sich wie tot erschlaffen: "... Ich bin tot."
Zu Ewalds Verblüffung findet er sich auf den Armen Meneors, der grinsend sagt: "Ich habe auch ein Bett."
Ewald, gequ?lt l?chelnd: "Ich w?re durchaus in der Lage, mich auf eigenen Füssen zu bewegen."
Meneor, der hinter Piri hergeht, grinsend: "Ich trage dich wie Piri Iris. Das ist lustig."
Ewald, gequ?lt: "Aha, ja dann."
Wie Ewald auff?llt, dass Meneor ihn mit einem Grinsen betrachtet, fragt Ewald unbehaglich: "Was grinst du so? Gefalle ich dir etwa?"
Meneor, wie oben: "Ja."
Ewald, gestresst: "Wirst du mich vernaschen?"
Meneor, naiv, wie ein gelehriges Kind: "Nein. Mein Freude w?re dein Schmerz. Es gibt also nicht mehr Freude, weniger Schmerz."
Ewald, erleichtert: "Da habe ich ja noch mal Glück gehabt."
Meneor, sinnierend: "Das Abwesenheit von Schmerz ist nicht gleich Glück."
Ewald ist beeindruckt von Meneors Philosophie, ...
... entspannt sich mit geschlossenen Augen und denkt: 'Ich darf mich nicht beklagen. Wir haben unser altes Leben zurück gelassen. Jetzt muss ich mich dem neuen ?ffnen.'
Meneor: "Ja genau."
Dass er sich dem Neuen ?ffnen will und Meneor gleichzeitig seine Gedanken liest wie in einem offenen Buch, veranlassen Ewald zum Lachen.
Szeneanfang:
Am n?chsten Morgen liegt Iris in einem Bett in Piris Genville-Haus. Sie ist eben erwacht und versucht sich zu orientieren.
Iris spürt einen Arm auf ihr liegen, ...
... dreht sich alarmiert um und sieht die schlafende Piri, zu der der Arm geh?rt, neben sich.
Das Schlimmste befürchtend, schaut Iris unter die Decke ...
... und stellt erleichtert fest, dass sie noch den BH und das H?schen tr?gt, ...
... w?hrend Piri nackt neben ihr liegt.
Iris schaut zur Decke und denkt verwirrt: 'Was geht hier ab?'
Iris spürt Piris sanften Kuss auf der Wange ...
... und h?rt, wie Piri ihr ins Ohr flüstert: "Ich hab dich lieb."
Mit einer glitzernden Tr?ne in den Augen, denkt Iris: 'Piri k?nnte mir mit blossen H?nden den Kopf abreissen ... und gleichzeitig habe ich noch nie eine solche Z?rtlichkeit erlebt ...'
Iris, unsicher: "Was heisst 'Ich hab dich lieb.'? Dass du mich sexuell begehrst?"
Piri: "Ich begehre dich sexuell, weil ich dich attraktiv finde. Das hat mit Liebe nichts zu tun."
Iris, verwirrt, weil zwar nicht bei ihr, aber bei den Natürlichen Liebe und Sex durchmischt sind: "Aha. Und was hat mit Liebe zu tun?"
Piri: "Liebe ist das Gefühl von Dankbarkeit, dass es dich gibt, weil das Welt dank dir freudvoller ist."
Iris, ungl?ubig: "Aber ich mache dir doch gar keine Freude."
Piri: "Das hat nichts mit machen zu tun. Dein blosses Existenz ist wie ein Feuer, das neben mir brennt und das K?lte des Universums fern h?lt."
Iris, Stirn runzelnd: "Aber wenn du mich sexuell begehrst und ich dich abweise, musst du mich doch hassen."
Piri: "Ich kann nicht hassen."
Iris, überrascht: "Aber wenn du Sex brauchst und ihn nicht bekommst, bist du dann nicht frustriert, sodass du mit der Zeit immer aggressiver wirst?"
Piri: "Das funktioniert nicht so. Wenn ich dich sehe, empfinde ich grosses Lust, es mit dir zu treiben. Sobald ich aber merke, dass du nicht willst, verpufft das Lust. Wenn es nichts zum Paaren gibt oder niemand will, habe ich auch kein Lust. Aber da in Genville meistens alle wollen, schwimme ich in einem Meer von Lust."
Iris, begreifend: "Sex ist für dich etwas rein K?rperliches."
Piri: "Ja klar. Sex ist wie essen, zwar nicht so notwendig, dafür umso lustvoller."
Iris, nachdenklich: "Da versteht du wohl etwas anderes unter Liebe als die Natürlichen."
Piri, neugierig: "Kl?r mich auf."
Iris, Stirn runzelnd: "Nun ja, ich kann nicht aus eigener Erfahrung berichten. Nur, was ich durch meine Recherchen heraus gefunden habe."
Piri, voller Erwartung: "Schiess los!"
Piri wirft mit einer Armbewegung die Decke vom Bett ...
... und beginnt, Iris sanft am Bauch zu streicheln, was bei Iris Stirnrunzeln ausl?st.
Iris, irritiert: "Was tust du da?"
Piri: "Ich erzeuge Botenstoffe in deinem Gehirn, die ein gutes Stimmung erzeugen und ein Gefühl von Geborgenheit."
Iris, kritisch: "Aha."
Piri: "Schliess die Augen und lass es einfach geschehen, w?hrend du berichtest."
Iris schliesst die Augen und denkt unbehaglich: 'Das ist mir unangenehm ...'
Iris' Gesichtszüge entspannen sich, wie sie denkt: '... Anderseits, wenn ich mal ausblende, dass neben mir eine nackte Frau liegt, ...'
Iris, mit kleinen glitzernden Tr?nen, denkt: '... fühlt es sich an, als würden mich die Flügel einer Elfe berühren ...'
Iris atmet tief durch ...
... und beginnt mit ihrem Vortrag, w?hrend dessen Piri mit Streicheln fortf?hrt: "Ich habe immer wieder beobachtet, wie Liebesbeziehungen zwischen Natürlichen in ein Schlachtfeld ausarten. Es gibt Verwundete und Tote, als ob die Liebe, diese angebliche Quelle des Glücks vergiftet w?re ..."
Piri, begeistert: "Oh, was für ein starkes Bild!"
Iris: "... Die Bücher, Forschungsarbeiten, Meinungsumfragen und Statistiken, die ich zu Rate zog, gaben mir keine schlüssige Erkl?rung für das Desaster. Also begann ich, Natürliche selber zu befragen. Das Problem bei Meinungsumfragen ist, dass die Leute nicht die Wahrheit sagen, sondern etwas zusammen lügen, um gut da zu stehen ..."
Piri, Stirn runzelnd: "Wie kannst du so an das Wahrheit gelangen?"
Iris: "... Als Fernsehstar fiel es mir leicht, Leute auf der Strasse anzusprechen. Ich habe sie in eine Kirche, die einen Beichtstuhl hat, mitgenommen. Eine gewisse Ehrfurcht beim Betreten der Kirche führt schon mal zu einer vorteilhaften Atmosph?re. Ich wollte ihre Namen nicht wissen, habe ihnen volle Anonymit?t garantiert und auch, dass ich keine Aufnahme des Interviews machen würde. Dann habe ich sie in den Beichtstuhl gesetzt, ein Ort, an dem Sünden gebeichtet werden und gleichzeitig Verzeihung m?glich ist. Unter diesen Umst?nden, so hoffte ich, würde ich ehrlichere Antworten bekommen ..."
Piri, begeistert: "Wie raffiniert!"
Iris: "... Leider waren trotzdem viele Interviews unergiebig, weil die Leute sich offenbar so lange selber belogen haben, dass sie über ihre wahren Gefühle nicht mehr Bescheid wissen ..."
Piri, Stirn runzelnd: "Ja, wie k?nnen sie da ehrlich sein?"
Iris: "... Trotzdem sch?lte sich bei den Frauen allm?hlich heraus, dass ihre sexuelle Lust stark anstieg, wenn sie verliebt waren, so als ob Verliebtheit fast eine Voraussetzung w?re, um überhaupt sexuelle Begierde zu empfinden ..."
Piri: "Ja, das Natur musste sich etwas einfallen lassen, um Wesen dazu zu bringen, sich so ein Alien in das Bauch spritzen zu lassen. Und Verliebtheit ist wie ein Droge, das das Verstand ausschaltet und Bedenken aufl?st."
Iris staunt: "Die Genvilles sind nie verliebt? Ist das nicht ein Lustverlust?"
Piri, kichernd: "'Lustverlust', was für ein lustiges Wort. Wenn wir Sex wollen, k?nnen wir Verliebtheit einschalten. Das führt dann zu einem gewaltigen Lustexplosion."
Iris, l?chelnd: "Ja, dein Lustschrei hallt noch in meinen Geh?rg?ngen."
Piri, l?chelnd: "Ich halle, also bin ich."
Sie lachen sich an.
Piri: "Nach dem Lustexplosion k?nnen wir das Verliebtheit abschalten und unser Verstand arbeitet wieder klar und konfliktfrei."
Iris: "'Konflikt', das ist das Stichwort. Wenn die Frauen verliebt sein müssen, um Sex geniessen zu k?nnen, dann eilen sie von Verliebtheit zu Verliebtheit und hinterlassen eine Spur gebrochener Herzen. Bleiben die Frauen in der Beziehung, wenn die Verliebtheit abgeklungen ist, haben sie relativ wenig Lust und müssen ihren Partner durch allerlei Tricks auf Distanz halten ..."
Piri: "Was heisst 'relativ'?"
Iris: "Ja, das war ein Schlüsselerlebnis. Ich sass da im Beichtstuhl, nur wenige Zentimeter von einem Mann entfernt, und der erz?hlte mir ungeniert, dass eine attraktive Frau wie ich nach einem halbstündigen Spaziergang durch die Stadt mindestens hundert Schw?nze in meinem Hintern gehabt habe ..."
Piri: "H??"
Iris: "... Er meinte natürlich, dass hundert M?nner sich das vorgestellt h?tten. Ich musste fast kotzen und h?tte ihm am liebsten die Faust durchs Holzgitter in die Fresse gehauen. Aber warum den Boten k?pfen, wenn die Kunde nicht gef?llt? Und schliesslich wollte ich ja die Wahrheit, auch wenn mein eigenes Weltbild dadurch in die Brüche ging. Also riss ich mich zusammen und bat ihn, mir das zu erl?utern ..."
Piri: "Da bin ich aber gespannt."
Iris: "... Er sagte, ein Mann k?nne das nicht steuern. Es sei ein biologischer Reflex tief im Stammhirn, sich bei einer attraktiven Frau vorzustellen, wie es w?re, in ihr zu sein ..."
Piri: "Das heisst, ein natürliches Mann denkt das ganze Tag an Sex, wenn es von attraktiven Frauen umgeben ist."
Iris: "Ja. Jetzt stell dir mal vor, was das bedeutet, wenn die nicht mehr verliebte Partnerin nur noch ein-, zweimal Sex will pro Woche, er aber ununterbrochen Lust hat."
Piri: "Die M?nnchen bitten den ganzen Tag um Sex bei den Weibchen?"
Iris: "Die Frauen finden das l?stig und wollen nichts davon h?ren. Ein Mann darf seine Lust nicht offenbaren, sonst wird er dafür bestraft."
Piri ruft: "Aber Natürliche k?nnen ihre Bedürfnisse nicht abschalten! Und wenn sie sie unterdrücken, werden sie aggressiv! Das ist ein Zeitbombe!"
Iris: "Ja, das hat mich ziemlich erschüttert. Eine Zeitlang waren die M?nner für mich wie wandelnde Handgranaten, die jederzeit los gehen konnten. Ich begann mich zu fürchten und musste mich zwingen, genauer hin zu schauen. Pl?tzlich war mir klar, warum die M?nner so gefühlsarm wirken. Und ich bemerkte, wie die Aggression austrat in Kampfspielen und vielen kleinen Demütigungen und Seitenhieben. Das verhinderte zwar die Explosion, aber alle litten darunter, besonders auch die Frauen, die nicht verstanden, warum die M?nner so schmerzhaft waren und es eigentlich auch nicht wissen wollten."
Piri, betroffen: "Gibt es kein L?sung?"
Iris: "Doch, aber das ist eine Illusion. M?nner sind wie Kühe. Sie müssen t?glich gemolken werden, sonst fangen sie an zu muhen."
Piri: "Kühe sind doch diese Fleischberge, die ihr früher gegessen habt. Aber ich verstehe nicht ..."
Iris: "Kühe gaben auch Milch. Ihr Euter war jeden Tag prall voll und musste gemolken werden, weil sie sonst Schmerzen bekamen und muhten."
Piri, lachend: "Hahaha, die Euter der M?nner sind prall voll und müssen t?glich gemolken werden, damit sie keine Schmerzen haben und friedlich bleiben."
Piri: "Und warum ist das ein Illusion?"
Iris: "Wenn Frauen nicht verliebt sind, kann die N?he eines Mannes schnell l?stig sein. Der Gedanke, die M?nner jeden Tag zu befriedigen, ist für sie ein Albtraum."
Piri, sinnierend: "Aber k?nnen die M?nner nicht etwas tun, damit es kein Albtraum ist?"
Iris, Stirn runzelnd: "Wie soll das gehen?"
Piri: "Wenn das Frau schon mal Lust auf Sex hat, k?nnte das Mann sein Wünschen erfüllen."
Iris, trocken lachend: "Diese Machos erfüllen sich ihre eigenen Wünsche. Wenn sie schon mal ran dürfen, wollen sie das Gefühl haben, ein geiler Bock zu sein, der die Frau zu einem st?hnenden Orgasmus bringt. Und damit der Mann sich geilbockig fühlt, muss die Frau ihm diesen St?hnorgasmus vorspielen, auch wenn sie vielleicht wegen seiner Plumpheit gar nicht gekommen ist."
Piri, staunend: "Das ist traurig ..."
Piri, eifrig: "... Dabei k?nnte das Mann doch einfach sein Geilbockig weg lassen und alles tun, was ihm das Frau zu flüstert, sodass das Frau jedes Berührung geniessen kann wie ein süsses Frucht, bis es vor Lust explodiert."
Iris, sinnierend: "Sex geniessen wie ein k?stliches Dessert in angenehmer Atmosph?re, wo die Bedürfnisse des Mannes und die Zeit keine Rolle spielen ..."
Iris, lachend: "... als Ausgleich fürs Melken."
Iris, l?chelnd: "Leider glaube ich nicht daran, dass der wunderbare Flug deiner Gedanken die sexuellen Verknotungen der Natürlichen aufl?sen kann."
Piri, neugierig: "Aber du kannst doch dein Knoten l?sen. Wie h?ltst du es mit Ewald? Tust du es auch t?glich melken?"
Iris, err?tend: "Hey, das wird mir jetzt aber zu intim!"
Piri, ohne zu l?cheln, aber mit grossen Augen: "Intim ist doch sch?n, wenn deine Gedanken in meinen geborgen sind."
Iris ?ffnet die Augen und schaut Piri lange an.
Iris: "Wenn ich einer Natürlichen etwas anvertraut habe, musste ich damit rechnen, dass sie daraus einen Dolch formt, den sie mir bei n?chster Gelegenheit in den Rücken steckt."
Piri greift nach einem Messer im Messergürtel, der neben dem Bett liegt, ...
... h?lt das Messer Iris vor die Nase und sagt treuherzig mit grossen Augen: "Ich würde dir nie ein Dolch in das Rücken stecken, ausser um dich zu retten."
Iris, leicht befremdet auf die t?dliche Waffe schauend: "Mich retten?"
Piri, wie oben: "Ja, wenn etwas Bedrohliches in deinem Rücken steckt, das ich raus schneiden muss."
Iris lacht: "Ach Kindchen. Neben dir fühle ich mich so deformiert."
Iris legt ihre Hand an Piris Wange und sagt in Erinnerung an schlimme Erlebnisse: "Wenn du ein Leben lang verletzt wurdest, ist es schwierig, jemandem zu vertrauen."
Piri, fr?hlich: "Jetzt kannst du üben."
Piri, mit den H?nden eine Schale bildend, wie oben: "Schenk mir dein Vertrauen."
Piris Kindlichkeit amüsiert Iris.
Iris, mit etwas schüchternem L?cheln: "Ich habe Ewald ein Mal gestattet, mich zu begatten. Aber das war so unangenehm ...Ich konnte es nicht durch ziehen. Ich h?tte mich vor ihm mehr und mehr geekelt. Das durfte nicht passieren. Er war doch immer der einzige Freund, den ich hatte."
Piri, treuherzig: "Aber melken kannst du doch auch mit den H?nden."
Iris schaut Piri verblüfft an, ...
... um Stirn runzelnd zu sich selber zu sagen: "Ob das reicht?"
Piri, fr?hlich: "Die kannst du nachher waschen. Dann ist nichts mehr eklig."
Iris, lachend: "Du Frohnatur."
Ein Aaahhh-Schrei aus dem Off l?sst die beiden herumfahren.
Piri, immer noch nackt, mit dem Messergürtel in der Hand und Iris in Unterw?sche rennen sie auf die Quelle des Schreis zu.
Piri und Iris sehen Ewald bewusstlos am Boden liegen, w?hrend Meneor und Antara in seiner N?he sitzen und ihn zu bewachen scheinen.
Iris, besorgt: "Was ist mit ihm?"
Meneor: "Es hat dasselbe erlebt wie du. Antara hat es abgeschaltet. Es muss sich erholen."
Antara: "Gleich zweimal hinter einander dieses Reise durch das Dunkelheit. Darf ich mich in dein Schoss betten, Meneor? Willst du mein Fels sein?"
Antara legt ihren Kopf in Meneors Schoss, ...
... schaut zu ihm auf und sagt mit schwachem L?cheln: "Mein Sonnenk?nig."
Iris, kichernd: "Entspannen im Schoss des Killers, der neuste Trend."
Piri, neugierig: "Hilft es ihm, wenn wir Ewald in die Arme nehmen?"
Iris: "Auch wenn heute offensichtlich der Tag der Liebe ist, ich kann das nicht."
Antara, mit geschlossenen Augen: "Angesichts all des Schrecklichen ist Liebe ein gutes Ort zum Verweilen."
Iris: "Ja, für euch. Aber ich kann keine Liebe geben. Wer mich liebt, f?hrt in eine Einbahnstrasse."
Antara, wie oben: "Wenn das wahr w?re, würde niemand dein N?he suchen."
Iris, kritisch: "Wer sucht denn schon meine N?he?"
Antara, wie oben: "Ich kenne kein Genville, das für dich nicht Zuneigung empfindet. Und Ewald würde sofort für dich sterben."
Iris ist sprachlos und verwirrt.
Iris, vor sich hin, schmerzlich: "Ich habe Angst, verletzt zu werden. Und Angst t?tet Liebe. Das weisst du ja am besten."
Iris, mit Blick auf Antara: "Warum l?sst du dir eigentlich deine Angst nicht nehmen von Ambellmi?"
Antara, wie oben: "Aus dem selben Grund, weshalb du kein Anpassung deines Bedürfnisstrukturs willst."
Iris: "Ich fürchte mich davor, nicht mehr ich selbst zu sein."
Antara, kichernd: "Wir fürchten uns davor, unser Furcht zu verlieren."
Iris l?chelt schr?g, aber zustimmend.
Meneor, zu Iris, grinsend: "Haben dir Piris Elfenflügel gefallen?"
Iris erinnert sich, wie Piri sie gestreichelt hat, ...
... schliesst geniesserisch die Augen und sagt: "Oh ja."
Wie Iris die Augen ?ffnet, sieht sie, wie Antara, Meneor und Piri sie l?chelnd betrachten.
Mit Schrecken wird Iris bewusst, dass sie noch in Unterw?sche dasteht ...
... und sie ruft emp?rt: "He, ihr geilen B?cke, h?rt sofort auf, mich mit euren Blicken zu vernaschen!"
W?hrend hinter ihr Gel?chter erklingt, sucht Iris fluchtartig das Weite.
Nach einigen Schritten wird Iris langsamer ...
... und beginnt, mit sich zu hadern: "Ja ja, ich weiss. Ich bin eine verklemmte Tussi. Ich bin eine Witzfigur. Ich verdiene es, ausgelacht zu werden."
Antara, zu Meneor: "Es leidet, weil sein Kopf noch fest steckt in dem Welt der Natürlichen. M?chtest du zu ihm gehen? Du tust ihm gut ..."
W?hrend Meneor sich erhebt, sagt Antara l?chelnd zu Piri: "Da ist ja noch ein Sonnenk?nig, in dessen Schoss ich mich betten kann."
Aus dem Augenwinkel sieht Iris, wie Meneor sich n?hert, ..
... dreht sich zu ihm, der grinsend vor ihr stehen bleibt, und ruft: "Willst du mich noch ein bisschen auslachen, du selbstgef?lliges, einfach gestricktes Muskelpaket ohne einen Hauch von Selbstkritik!"
Wie Meneor wie oben stehen bleibt, f?hrt Iris fort: "Siehst du? Du grinst wie unter Drogen. Nichts von dem, was ich sage, kann dich verletzen."
Meneor h?lt Iris ein Messer hin: "Du willst mich verletzen?"
Meneor umschliesst Iris' Hand um den Messergriff ...
... und führt das Messer in ihrer Hand so, dass es ihm eine Schnittwunde auf der Brust zufügt.
Iris, erschrocken: "Nein, was tust du?!"
Iris, erschüttert: "So habe ich das doch nicht gemeint."
Meneor steckt das Messer weg.
Meneor: "Worte k?nnen t?ten."
Iris schaut mit grossen Augen.
Iris, mit nieder geschlagenem Blick, ein Bild im Kopf, wie jemand befiehlt, Leute zu massakrieren: "Ja, zuerst kommen die Worte. Dann der Tod."
Iris, Meneor anschauend, schmerzlich: "Du bist alles, was ich verabscheue. Trotzdem fühle ich mich in deiner N?he so beschissen wohl. Wenn du bei mir bist, k?nnte ich mich hin legen, die Augen schliessen und auf einer warmen Wolke schweben."
Meneor: "Dann lass es geschehen. ..."
Meneor, weg gehend: "... Wofür bin ich sonst gut?"
Iris, unglücklich: "Du verdammter ..."
Iris, den Arm ausstreckend, als k?nnte sie Meneor damit zurück halten, weinend, offensichtlich, dass es nicht stimmt: "... Ich hasse dich."
Wie Meneor zu Piri und Antara zurückkehrt, fragt Piri erstaunt: "Braucht es dich nicht l?nger?"
Meneor: "Es braucht Zeit zum Denken."
Antara, entzückt: "Manche S?tze von Meneor m?chte ich am liebsten in Fels meisseln."
Piri, begeistert: "Dann tu's doch!"
Antara staunt: "Meinst du?"
Piri, begeistert: "Ja, so ein kleines Felsen, auf das wir uns bequem hinsetzen und nachdenken k?nnen."
Antara schliesst die Augen und konzentriert sich.
Aus dem Nichts entsteht ein Felsen, wie ihn Piri beschrieben hat.
An seiner Frontseite steht der Satz: "Es braucht Zeit zum Denken."
Piri, begeistert: "Juhuuu!"
Meneor macht aus dem Stand einen Salto ...
... und landet auf dem Felsen, ...
... wo er sogleich in Denkerpose verharrt.
Piri und Antara lachen.
Iris ist weiter gegangen und steht nun vor dem idyllischen Weiher. Obwohl Tag ist, tanzen die schwebenden Lichter wie Feen über dem Wasser. Iris denkt: 'Wie l?cherlich ist meine Scham im Vergleich zu Antaras Angstgebirge. Wie l?cherlich ist überhaupt so vieles, was in Natural City wichtig ist. Wollte Meneor, dass ich das begreife? Weil ich nur neue Wichtigkeiten finden kann, wenn ich die alten entsorge? Sollte ich deshalb durch Antaras Albtraum schreiten, weil danach nichts mehr so ist, wie es war? Wenn ich jetzt an all diese Arschl?cher in Natural City denke, denen ich mit meiner Arbeit zu gefallen versucht habe, m?chte ich schlottern vor Grausen ..."
Iris, ihre Unterw?sche ausziehend, denkt: '... Soll ich mich reinwaschen? Alles verlieren, was mir wichtig war? Ohne zu wissen, ob das Neue mich glücklich macht? Kann ich Meneor vertrauen? Weiss er, was mir fehlt? ...'
Iris, ins Wasser hechtend, denkt: '... Ich bin schon gesprungen. Es gibt kein Zurück.'
Erst jetzt, wie Iris gem?chlich schwimmt, bemerkt sie staunend das Glitzern der schwebenden Lichter, das den Weiherraum erfüllt, ...
... und die m?rchenhaft sch?ne Bepflanzung, ...
... sodass sie weinen muss, w?hrend sie denkt: 'Hier ist alles so sch?n, dass es schmerzt ...'
Iris, wie oben, denkt: '... In Natural City habe ich fast nie geweint, und wenn doch, dann aus Wut. Seit ich hier bin, weine ich aus verschiedensten Gründen fast im Stundentakt ... Als w?re ich ein kleines M?dchen ... Was geschieht mit mir?'
Wie Iris das Ende des Weihers erreicht, dreht sie um ...
... und schwimmt zurück.
Wie Iris zum gegenüber liegenden Ufer schaut, erschrickt sie leicht.
Sch?n wie eine Statue steht Meneor da und betrachtet Iris l?chelnd.
Iris ruft mit unechtem Zorn: "He, du Perversling, schaust einer nackten Frau beim Baden zu?!"
Iris, wie oben: "Ich wollte mich rein waschen! Und jetzt werde ich wieder mit gierigen Blicken beschmutzt!"
Zu Iris' Verblüffung geht Meneor auf die Knie und schüttelt seinen Kopf, den er unter Wasser getaucht hat, hin und her.
W?hrend Meneor wieder aufsteht, sagt er l?chelnd: "Ich habe die Augen gewaschen. Nun sind meine Blicke nicht mehr schmutzig."
Iris prustet vor Lachen über diese naive Interpretation ihrer Worte.
Iris, halb amüsiert, halb gestresst, denkt: 'Ich bin ein kleines M?dchen und er ist ein kleiner Junge ... Was mache ich jetzt? Wenn ich aus dem Wasser steige ... Himmel, hilf! ... Es hat mich schon alle überwindung gekostet, nackt zu schwimmen ... Ich k?nnte ihn weg schicken, aber das ist feige ... Ich wollte mich eigentlich von meiner Scham rein waschen ...'
Iris, entschlossen, denkt: '... Dann ist das also die Prüfung, ob ich es geschafft habe ...'
Iris steigt vor Meneor aus dem Wasser und sagt unsicher: "Verschlinge mich mit deinen Blicken, du hungriger Kerl!"
Meneor: "Ich bin nicht hungrig. Die Forschenden sagen, es darf keine unstillbaren Bedürfnisse geben. Deshalb kann ich alle Bedürfnisse abschalten, wenn sie nicht gut sind für das Moment."
Iris, sich langsam Meneor n?hernd, fast wehmütig: "Wie es wohl ist, als verliebte Natürliche den Verstand zu verlieren, wenn der Geliebte sie umschlingt?"
Meneor: "Ich weiss es nicht. Das habe ich nie erlebt."
Iris: "Aber Piri sagt, sie k?nne die Verliebtheit ein schalten, wenn sie in deinen Armen liegt. Ist das nicht fast dasselbe?"
Meneor: "Oh, dann schon. Es ist wie ein Feuerball, das in seinem Kopf entsteht und sich ganz langsam aufl?st."
Iris: "Als würde sie eine Droge nehmen?"
Meneor: "Vielleicht. Ich kenne dein Droge nicht."
Die nasse Iris zittert vor K?lte.
Meneor nimmt sie in die Arme und sagt: "Ich gebe dir warm."
Iris, ihre Arme um Meneor legend, schmerzlich: "Was für eine Verschwendung! An mir ist doch nichts Liebenswertes. Ich bin mir peinlich. Ich ekle mich vor mir. Ich hasse dieses Gesch?pf, das sich Iris nennt."
Meneor: "Deine lieben Gefühle wecken Erinnerungen an Schmerzen, die andere dir zugefügt haben, wie du als Kind auf sie zu gegangen bist. Sobald ein liebes Gefühl auftaucht, wird es von diesen Schmerzen gel?scht. Deshalb spürst du nur die Schmerzen. Aber du bist nicht diese Schmerzen."
Iris, etwas verloren: "Du kannst das sehen in meinem Kopf?"
Meneor: "Ja, die dunklen Schmerzfelder l?schen das Licht. Deshalb ist es so dunkel in dir."
Iris, vor sich hin: "Aber wenn ich nicht diese Schmerzen bin, was bin ich dann?"
Meneor: "Das kann ich nicht sehen. Es muss erst noch werden."
Iris, mit schr?gem L?cheln: "Ich habe mir immer eingebildet, etwas Bedeutendes zu sein. Und jetzt muss ich erst noch werden? Bin ich ein Kind?"
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Meneor: "Ist es nicht langweilig, fertig zu sein, nicht mehr zu werden?"
Iris staunt: "Seid ihr deshalb solche Kindsk?pfe, weil ihr jeden Tag von neuem werden wollt?"
Meneor schaut Iris mit einem etwas bel?mmerten Fragezeichengesicht an.
Iris muss lachen.
Meneor nimmt Iris an der Hand, wendet sich zum Gehen und sagt: "Willst du dir von Piri ein lebendes Kleid machen lassen?"
Iris, grinsend: "Das muss ich nicht waschen oder?"
Meneor, w?hrend sie Hand in Hand davon gehen: "Ja, es putzt sich selber. Und dich auch."
Szeneanfang:
Etwas sp?ter tr?gt Iris ihr lebendes Kleid und n?hert sich Ewald, der aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht ist und benommen auf dem Stein sitzt, den Antara mit Meneors Spruch geschaffen hat. Antara liegt, eingerollt wie eine Katze am Boden und scheint zu schlafen.
Iris bellt Ewald an: "Ewald, du verdammter Spinner, warum hast du dich diesem Albtraum ausgesetzt?!"
Mit Hinweisgeste auf Antara legt Ewald den Finger auf die Lippen und macht: "Pssst."
Iris, leicht erschrocken über ihre Unachtsamkeit: "Oh."
Ewald: "Ich werde dich auf dem Weg des Kriegers begleiten. Ich will nicht, dass du dich von mir entfernst, weil du Erfahrungen hast, die ich nicht verstehen kann."
Zu Ewalds Erstaunen setzt sich Iris zu ihm auf den Stein und sagt: "Warum? Bist du so ein verliebtheitssüchtiger verknallter Idiot, der nicht mehr klar denken kann?"
Ewald, mild l?chelnd: "Ich bin nicht verknallt in dich. Es geht viel tiefer."
Iris, überrascht: "Wie tief?"
Ewald, ernst: "Ich kann nicht ohne dich leben."
Iris, verblüfft: "Aber ich behandle dich wie einen Hund."
Ewald, mild l?chelnd: "Na und? Der Vorteil eines Hundes ist, dass er immer bei Frauchen sein darf."
Iris schaut Ewald an, als w?re er nicht ganz dicht.
Iris, unsicher: "Bist du sicher, dass die Luft von Genville dir gut tut?"
Ewald, lachend: "Ja, hier ist spinnen normal."
Szeneanfang:
Es ist Abend und dunkel. Iris liegt zwischen Meneor und Piri auf dem Rücken im Bett, w?hrend beide einen Arm um sie gelegt haben.
Iris denkt kichernd: 'Iris will was ?ndern und legt sich dazu zwischen einen Killer und ein Kindchen. Das kann ja heiter werden.'
Piri, neugierig: "Was ist so lustig?"
Meneor: "Iris findet es seltsam, zwischen einem Killer und einem Kindchen zu liegen."
Iris, err?tend: "Ja ja, führ mich nur vor. Bin selber schuld. Warum muss ich euch immer provozieren."
Piri, kichernd: "Iris ist lustig."
Iris, seufzend: "Ich kann euch ja gar nicht provozieren, weil ihr immer alles lustig findet."
Iris, nachdenklich: "Jetzt weiss ich auch, warum ich mich bei euch so verdammt wohl fühle. Hier regt sich niemand auf, wenn ich bei einem Anlass die falschen Schuhe trage oder im unpassenden Moment lache. Niemand benutzt die Gelegenheit, mich zu demütigen, weil ich eine Oper nicht kenne oder sonst eine Wissenslücke habe. Ich kann euch noch so oft beleidigen. Ihr lacht es einfach weg. Ihr habt überhaupt keinen sozialen Stress. Es ist, als ob ein unsichtbares Band euch alle verb?nde, das durch nichts zerrissen werden kann."
Piri, sich freudig das Bild von Iris vorstellend: "Das hast du sch?n gesagt."
Meneor: "Was ist ein Oper?"
Iris muss lachen ...
... und steckt damit Piri und Meneor an.
Iris, l?chelnd: "Was steht morgen auf dem Programm? Was ist der n?chste Schritt des Kriegers?"
Meneor: "Killen."
Iris ist verdutzt ...
... und sagt schicksalsergeben: "Wer fragt, dem wird geantwortet."
Iris, Stirn runzelnd: "Wo ist eigentlich Ewald?"
Piri, als w?re es die selbstverst?ndlichste Sache der Welt: "Es ist bei meinen Schwestern."
Iris, Verblüfft: "H??"
Iris, mit aufgerichtetem Oberk?rper, nackt, emp?rt: "Ewald geht fremd!"
Piri staunt: "Warum 'fremd'? Es kennt meine Schwestern doch schon lange."
Iris, halb lachend, halb emp?rt: "Darum geht es doch nicht, du dummes Huhn ..."
Iris, Stirn runzelnd: "... Wenn dein Freund mit anderen Frauen schl?ft, ..."
Iris wird sich der Tragweite ihres Satzes traurig bewusst: "... ist er wom?glich bald weg."
Piri, mit herrlicher Naivit?t: "Meinst du, Ewald l?st sich in Schnelles Energie auf? Das wird nicht geschehen. Meneor schl?ft auch mit allen anderen und ist immer noch da."
Iris, weinend: "Ja ja, schon gut. Mir ist nur pl?tzlich klar geworden, was dieser bl?de Kerl mir bedeutet ... Deine Schwestern werden ihn mir nicht weg nehmen oder?"
Piri, tr?stend: "Sie werden Ewald melken. Dann musst du das nicht machen. Und Ewald muss morgen nicht muhen."
Iris l?sst sich zurück ins Bett sinken und sagt, halb l?chelnd, halb weinend: "Worauf habe ich mich da eingelassen?"
Szeneanfang:
Zur gleichen Zeit. Es ist Nacht. Ewald steht am Rand des Weihers und betrachtet verzückt den Tanz der lebenden Lichter.
Ewald zieht sich aus und steigt in den Weiher, ...
... wo er sich, schwimmend, verzückt von den lebenden Lichtern umtanzen l?sst.
Ein dreifaches Plumpsen l?sst ihn erschrocken herumfahren.
W?hrend Hisch, Lara und Wagon l?chelnd auf Ewald zu schwimmen, rufen sie: "Ewald!"
Ewald stammelt verwirrt: "?hm, g... guten Abend."
Wagon, fr?hlich: "Ja, dafür werden wir sorgen."
Lara, sinnlich: "Piri hat gesagt, wir sollen dich melken, damit du kein Granate mehr bist."
Ewald, verwirrt: "Sorgen ... melken ... Granate?"
Hisch und Wagon haben Ewald auf beiden Seiten am Arm gefasst und schwimmen mit kr?ftigen St?ssen Richtung Ufer, sodass eine kleine Bugwelle entsteht.
Am Ufer hieven Hisch und Wagon den nackten Ewald aus dem Wasser, als w?re er federleicht.
Umringt von den drei nackten, lachenden Schwestern, steht Ewald verdattert da.
Wie Ewald sich nach seinen Kleidern bückt, wischt Hisch sie mit dem Fuss in den Weiher und sagt: "Die brauchst du heute nicht mehr. Wir machen dir morgen ein lebendes Kleid."
Ewald, gestresst: "Was soll das werden?"
Lara, sinnlich: "Wir legen uns zusammen ins Bett und vergnügen uns, bis die Wogen des Wonne uns in das Schlaf wiegen."
Ewald protestiert: "Ich kann das nicht!"
Wagon, auf seinen offensichtlich erigierten Penis deutend, lachend: "Aber klein Ewald sagt, dass du das kannst."
Ewald, verzweifelt: "Klein Ewald macht, was er will. Ich kann ja nicht mit ihm diskutieren."
Hisch, neugierig: "Und warum will gross Ewald nicht, was klein Ewald will?"
Ewald, überfordert: "Ich hatte noch nie eine Freundin. Und mit Iris war ich bloss einmal zusammen. Und das hat ihr gar nicht gefallen. Ich weiss gar nicht, wie das geht. Und ihr seid eure Superm?nner gewohnt. Was soll euch ein schwacher Natürlicher schon bieten? Und dann gleich drei auf einmal! Ich kann ja nicht mal einer von euch genügen."
Hisch, grimmig: "H?ltst du uns für bl?d?"
Ewald, eingeschüchtert: "?hm, nein, natürlich nicht."
Wagon, ernst: "Was Hisch meint, ist, dass gross Ewald falsch denkt."
Ewald, nicht begreifend: "Aha?"
Lara, l?chelnd: "Du musst nichts wissen. Wenn wir uns vergnügen, sagen wir einander, was wir brauchen. Und jedes gibt, was es kann. Und etwas wollen, das du nicht geben kannst, w?re ja bl?d oder?"
Ewald, bedrückt: "Aber ich bin ein Nichts ... Ich weiss nicht, was ich euch geben kann."
Wagon, sehnsüchtig: "Ich freue mich darauf, klein Ewald in meinem Schoss zu spüren."
Lara, sehnsüchtig: "Ich auch."
Hisch, sehnsüchtig: "Ich auch."
Hisch und Lara haben Ewald an den H?nden gefasst, w?hrend alle zusammen sich vom Weiher entfernen.
Lara: "Vertrau uns, Ewald. Du musst nicht drei Frauen befriedigen. Wir k?nnen uns selber gegenseitig beglücken. Du bist ein Bereicherung, ein süsses Frucht. Und wir werden uns so viel Vergnügen bereiten, dass wir alle beim Einschlafen das Gefühl haben zu schweben."
Einzelbild:
Sch?nes Stimmungsbild mit Ewald zwischen Wagon, Hisch und Lara. Alle in seligem Schlummer.
Szeneanfang:
Am Morgen wandert Iris in ihrem neuen lebenden Kleid durch Genville. Fasziniert betrachtet sie die Bauten, ...
... Pflanzen, ...
... Kunstwerke.
In einer Umgebung, in der die berückende ?sthetik und die friedvolle Atmosph?re wundersch?n zur Geltung kommen, bleibt Iris stehen und denkt ergriffen: 'Die m?rchenhafte Sch?nheit von Genville ist wie Piris Streicheln. Sie bringt meine Nerven zum Vibrieren, sodass ich lachen und weinen m?chte...'
Iris denkt mit Schaudern an Natural City: '... Kein Wunder hat es mich in Natural City immer gefr?stelt. Diese brutale K?lte einer funktionalen Architektur. Sie zieht dir die Energie aus dem Leib, sodass du dich mit ganzer Kraft wehren musst, damit dein Lebensmut nicht zerbr?selt ...'
Iris streckt ihre Hand nach einer wundersch?nen Blüte aus ...
... und nimmt deren Stiel behutsam zwischen ihre Finger, sodass die Blüte auf ihrer Handfl?che liegt. Iris denkt: '... Hier ist jedes Detail mit Liebe gemacht. Jede Blüte ist ein Kunstwerk. Jemand k?nnte sein Leben verbringen, sie alle zu zeichnen ...'
Iris, kichernd, weil sie zu einer Pflanze spricht: "Liebe Pflanze, darf ich deine wundersch?ne Blüte an meiner Brust tragen?"
Zu Iris' Verblüffung trennt die Pflanze den Blütenstiel, ...
... sodass die Blüte nun lose in Iris' Hand liegt.
Iris, überw?ltigt: "Die Pflanze hat mich verstanden!"
Iris schliesst die Augen und denkt ergriffen mit glitzernden Tr?nen in den Augen: 'Ein friedvolles Gefühl durchstr?mt mich, ... als k?nnte ich mich an jeder Stelle hin legen und mich geborgen fühlen ... ohne diese Angst, pl?tzlich aufzuwachen, weil eines der Monster in meinem Kopf mich in einem Albtraum gebissen hat.'
W?hrend Iris die Blüte an ihrem lebenden Kleid befestigt, geht sie weiter und sagt zu sich selber mit einem feinen L?cheln: "Iris, du Kitschtante. Es ist doch nicht deine Art, sich solchen Schw?rmereien hinzugeben. Noch hat sich jede Geborgenheit, in die du dich flüchten wolltest, als Illusion erwiesen."
Iris hebt den Blick und starrt verblüfft ...
... auf eine merkwürdige Szene:
Ewald schwebt in gut zwei Metern H?he in der Haltung eines buddhistischen M?nchs im Schneidersitz und zeigt ein friedvolles L?cheln. Wagon, Hisch und Lara umkreisen ihn in derselben H?he und bewegen sich dazu fliessend wie Delphine.
Iris, zu Ewald, verwirrt: "?hm ... Sind wir jetzt Buddha?"
Ewald, l?chelnd: "Ich glaube nicht, dass Buddha schweben konnte."
Erst jetzt bemerkt Iris Antara, die etwas abseits steht und mit geschlossenen Augen konzentriert die vier Leute am Schweben und Bewegen h?lt.
Iris, sp?ttisch: "Ich verstehe ja, dass Genville ein grosser Kindergarten ist, aber hat dieser Zauber sonst noch eine Bedeutung?"
Lara, schw?rmerisch: "Ewald hat uns beglückt. Deshalb haben wir Antara gebeten, uns so auf Wolken schweben zu lassen, wie wir uns fühlen."
Iris, ungl?ubig: "Dieser Schw?chling mit seinem kurzen Schwanz soll drei Genville-Frauen befriedigt haben?"
Lara, wie oben: "Ich zittere jetzt noch, wenn ich an seine Berührungen denke. Nach einem Leben voller Schmerzen waren wir für Ewald ein Offenbarung. Das hat es uns mit jedem Faser seines K?rpers spüren lassen und uns damit in Ekstase versetzt."
Iris, zu sich selbst, muffig vor Eifersucht: "Na ja, mir kann es ja egal sein, was er mit seiner kleinen Faser anstellt."
Die drei Schwestern lachen fr?hlich über Iris' Scherz, ...
... was Iris noch muffiger macht und emp?rt ausrufen l?sst: "Lacht ihr lüsternen Weiber mich etwa aus?!"
Zu Iris' Verblüffung beginnt sie zu schweben.
Iris wehrt sich zappelnd, w?hrend sie sanft eingegliedert wird in den Reigen um Ewald.
Iris, protestierend: "He!"
Schwebend wird Iris von einer Woge des Glücks durchstr?mt, ...
... die ihr Tr?nen in die Augen treibt.
Iris ruft: "Antara, was tust du?"
Antara: "Ich schenke dir ein Augenblick des Glücks, so wie du es vorhin erlebt hast, als du das Sch?nheit Genvilles in dich aufgenommen hast."
Iris ruft glücklich und verzweifelt zugleich: "Aber ich darf nicht glücklich sein! Sonst sterbe ich!"
Hisch, grimmig: "Was redest du da für ein Quatsch? Willst du lieber sterben, ohne je glücklich gewesen zu sein?"
Iris weint, zerrissen zwischen Glück und Verzweiflung.
Antara: "Ich weiss, was du meinst, Iris. Je gr?sser das Glück, umso unertr?glicher die Vorstellung, dass es mit dem Tod enden soll. Warum l?sst du dich nicht in Chromos 1 umwandeln? Dann bist du unsterblich und kannst selber bestimmen, ob und wann du dich, lebenssatt, in den Armen des Todes zum Ruhe legen willst."
Iris, erschüttert von dem Wechselbad der Gefühle: "Wenn ich ein Genmonster bin, brauche ich keine Angst mehr zu haben vor dem Verl?schen?"
Wagon: "Na ja, wir k?nnen hier jedes Zeit ausgel?scht werden, wenn die Natürlichen ein neues Bombe gebastelt haben oder ein Herde Monster uns überf?llt. Aber es ist natürlich nicht dasselbe, wie jedes Tag gebannt auf das Sanduhr zu starren, wo das Rest des Lebenszeit unaufhaltsam zerrieselt."
Iris, wie oben: "Wir Sterblichen starren nicht auf diese Sanduhr. Wir verdr?ngen sie. Das Leben einer Sterblichen ist Verdr?ngen, Verdr?ngen, Verdr?ngen."
Lara, mitfühlend: "Tut das nicht weh?"
Iris, wie oben: "Das Verdr?ngen besteht darin, dass du dich in eine Fantasiewelt rettest, in der alles weniger weh tut."
Wagon staunt: "Ihr bek?mpft nicht das Schmerz. Ihr weicht ihm aus?"
Hisch, kritisch: "Aber das ist wie weg rennen vor einem Monster. Weil du es nicht t?test, lebst du immer im Furcht, dass es dich einholt und zerfleischt."
Iris, ruhiger: "Weil wir das spüren, erfinden wir Geschichten mit Monstern, die dann stellvertretend bek?mpft und get?tet werden."
Hisch, Stirn runzelnd: "Wie dumm ist das denn? Schmerz in Geschichten zu bek?mpfen statt im Wirklichkeit?"
Iris, schmerzlich: "Ja, Natürliche sind nicht sehr intelligent."
Antara l?sst die fünf auf den Füssen am Boden landen.
Sofort eilen die drei Schwestern zu Antara, umarmen und küssen sie und sagen: "Das war toll, Antara!"
Ewald, l?chelnd, Iris, beobachtend, schauen dem Treiben zu.
Jetzt n?hert sich auch Ewald Antara, was Iris gespannt beobachtet.
Ewald umarmt Antara und küsst sie z?rtlich auf die Wange. Antara geniesst es mit geschlossenen Augen.
Wie Ewald zu Iris zurück geht, sagt Iris sp?ttisch: "Na, H?uptling Kurze Faser, machst du jetzt einen auf Genville-Fuzzi?"
Ewald gibt der überraschten Iris einen Kuss auf die Wange ...
... und sagt ihr ins Ohr: "Was ist falsch daran, der sch?nsten Frau im Universum einen Kuss zu geben?"
Iris denkt err?tend: 'Wen meint er jetzt?'
Iris Blick f?llt auf Meneor und Piri, die sich n?hern. Beide haben zwei Messergürtel umgeschnallt. Piri tr?gt noch sieben zus?tzliche Messergürtel auf den Armen.
Iris entsinnt sich, wie Meneor gestern Abend "Killen" gesagt hat ...
... und ruft befremdet: "Wozu die Messer?! Gibt das ein Massaker?!"
Noch bevor der l?chelnde Meneor zum Antworten kommt, ruft Hisch: "Wir t?ten heute ein paar Ausgeburten der Natürlichen, bevor sie Genville platt walzen!"
Iris erinnert sich an die Stomps, wo Meneor sie gerettet hat, indem er mit ihr auf dem Boden hin und her gerollt ist ...
... und sagt erstaunt: "Die Stomps? Aber sind die nicht schon l?ngst über alle Berge?"
Hisch schnallt sich den zweiten Messergürtel um und meint grimmig: "Die Viecher bleiben immer stehen, wenn sie etwas zu essen finden. Dann rennen sie wieder in ein beliebiges Richtung los. Eines Tages werden sie hier aufkreuzen und unser Arbeit vernichten."
Piri h?lt Iris l?chelnd zwei Messergürtel hin.
Iris, verblüfft: "Was soll ich damit? Ich kann nicht Messer werfen. Ich habe uns ja beinahe in die Luft gejagt."
Piri, strahlend: "Die Stomps sind gross. Die kannst du nicht verfehlen. Das ist das n?chste Schritt auf dem Weg des Kriegers."
Iris zieht widerwillig die Messergürtel an.
Lara, lachend: "'Das Weg des Kriegers', wie geheimnisvoll!"
Wagon, lachend: "Sind wir dieses Weg nicht alle gegangen?"
Hisch hat Meneor mit beiden Armen hoch gehoben, sodass er waagrecht liegt, und sagt grinsend: "Ja, dieses Scheisskerl hat uns Freiheit und Glück gebracht."
Hisch wirft Meneor mühelos mehrere Meter weit durch die Luft.
Meneor f?ngt den Aufprall rollend ab ...
... und ist im Nu auf den Beinen.
Meneor kommt grinsend zurück. Die Schwestern klatschen und lachen. Antara kichert. Ewald l?chelt.
Iris schaut mit verdrehten Augen zum Himmel und denkt: 'Der Weg des Kriegers führt in den Kindergarten.'
Piri hat sich Ewald, der auch zwei Messergürtel tr?gt, auf den Rücken geladen.
Iris, sp?ttisch: "Das sieht aber nicht sehr heldenhaft aus."
Wagon, nüchtern: "Du musst auch auf steigen, sonst brichst du dir die Beine."
Etwas eingeschüchtert l?sst sich Iris von Meneor huckepack nehmen.
Die vier Schwestern und Meneor stürmen los, w?hrend Antara hinter ihnen her schwebt.
Sobald sie die Wüste erreichen, ...
... bleiben alle mit geschlossenen Augen stehen.
Unter jedem Paar Füsse bricht ein Tentakel des Pilzwesens hervor, ...
... hebt die Person ein, zwei Meter in die Luft, ...
... verl?ngert sich horizontal bis auf etwa zehn Meter ...
... und schleudert den K?rper wie ein Katapult nach vorn.
W?hrend sie auf Meneor vielleicht zwanzig Meter hoch durch die Luft fliegt, klammert sich Iris geschockt an Meneor fest.
Aus Iris' Perspektive ist zu sehen, wie sie nach unten stürzt, wo schon ein weiterer, auf zehn Meer ausgefahrener Tentakel wartet.
Zielsicher f?ngt das Pilzwesen Meneor auf, ...
... um ihn mit enormer Wucht erneut nach vorn zu schleudern.
Iris Gesicht hellt sich auf und sie denkt: 'Wie geil ist das denn!'
Etwas gestresst, klammert sich Ewald hoch in der Luft an Piri.
Ein Aaahhhiiieee-Schrei aus dem Off ...
... l?sst Ewald zu Iris rüber blicken, die auf dem H?hepunkt des Fluges wieder einen ekstatischen Aaahhhiiieee-Schrei ausst?sst.
Ewald, betrübt: "In meiner Gegenwart hat Iris noch nie solche Freude empfunden. Wie es scheint, braucht es dazu die Kraft eines Kriegers."
Piri: "Warum gr?mst du dich, liebes Ewald? Du fliegst mit mir in deinen Armen durch das Luft ..."
Piri, ihre H?nde auf die von Ewald legend: "... Es ist sch?n, dich zu spüren. Lass uns eins sein. Es ist vielleicht das letzte Augenblick des Freude, ..."
Piri: "... bevor wir sterben."
Ewald stockt der Atem, wie er denkt: 'Wir ziehen in eine Schlacht, die auch t?dlich enden kann ...'
Ewald, Piri fester umarmend, seinen Kopf mit geschlossenen Augen an Piri drückend: "Danke, Piri. Wie freundlich du mir aufzeigst, was für ein Idiot ich bin."
Ewald denkt voller Grimm: 'Reiss dich zusammen, Ewald, du mieser, kleiner, eifersüchtiger Natürlicher! ...'
Ewald, wie oben, denkt: '... Wenn der Weg des Kriegers bedeutet, allem eine neuen Bedeutung zu geben, muss ich jetzt damit anfangen ... Ich mache Iris eifersüchtig, indem ich mit drei Frauen schlafe. Danach fühle ich mich toll als Hahn im Korb. Ich habe das total falsch verstanden. Sie haben das nicht gemacht, weil sie hin und weg sind von Super-Ewald. Sie haben mein kümmerliches Selbstvertrauen gest?rkt. Es war eine psychotherapeutische Sitzung bzw. Liegung. Sie haben den Schmerz meiner Selbstverachtung gelindert. Heilen muss ich mich selber. Iris ist nicht mein Besitz. Wenn ich sie liebe, sollte ihre Freude auch meine Freude sein und nicht meine Verzweiflung. Davon bin ich noch weit entfernt. Aber ich will lernen, ... auch wenn dies vielleicht der letzte Tag meines Lebens ist ...'
Ewald wird durch einen Ruf aus dem Off aus seinen Gedanken gerissen: "Stomps in Sicht!"
W?hrend sein Herz noch aufgeregter zu klopfen beginnt, sieht er nur die riesige Staubwolke vor ihnen.
Wagon, Piri und Hisch bewegen sich rechts neben die Stompherde. Meneor und Lara links. Antara schwebt in der Mitte über ihnen.
Iris, mit Blick auf Antara, ruft, um den L?rm der Stomps zu übert?nen: "Warum kommt Antara mit?!"
Meneor: "Wenn wir stürzen, versucht es uns zu retten!"
Iris, sich der Gefahr bewusst werdend, denkt: 'Versucht?'
Wie sie seitlich nah genug an der Herde sind, lassen sich die Haus grossen Giganten in der Staubwolke sehen.
Iris ruft zweifelnd: "Willst du wirklich diese gewaltigen Viecher mit euren Küchenmessern bek?mpfen?!"
Meneor: "Wirf ein Messer mit ... sirr, zisch, bumm!"
Iris zieht ein Messer aus einem Gürtel, ...
... sagt "Zisch, bumm" ...
... und wirft es in Richtung eines Stomps, ...
... auf das es mit seinem Raketenstrahl zu rast.
Wie das Messer auf das Stomp trifft, explodiert es, ...
... ohne sichtbaren Schaden anzurichten, was Iris erschrocken registriert, ...
... um gleich los zu schimpfen: "Ich hab's ja gesagt, die Messer taugen nichts! Wir brauchen eine Bombe!"
Meneor, l?chelnd: "Du hast vergessen 'Sirr' zu sagen. Dann vibriert das Klinge und bohrt sich tief hinein, bevor es explodiert."
Iris protestiert: "Ich bin doch nicht im Kindergarten!"
Iris zieht seufzend ein weiteres Messer, ..
... sagt "Sirr, zisch, bumm" zu ihm ...
... und l?sst es auf das Stomp zurasen, ...
... wo es tief eindringt ...
... und, zu Iris' Verblüffung und Erschrecken, das Stomp in tausend Stücke reisst.
Meneor: "Weiter, Wir müssen alle t?ten, sonst vermehren sie sich wieder."
Mit entfachter Jagdlust wirft Iris Messer ...
... um Messer ...
... und l?sst mehrere Stomps explodieren.
Wie sie rüber zu Ewald schaut, ist auch er dabei, Messer zu werfen. Iris denkt sp?ttisch: 'Du Huckepack-Held.'
Wie Iris ihren zweiten Gürtel geleert hat, ruft sie gestresst: "Es sind noch so viele! Wir schaffen es nicht!"
Die Stomps brechen pl?tzlich nach rechts aus, ...
... sodass Wagon, Piri und Hisch über der Herde in der Luft h?ngen und keine Chance mehr haben, auf einem Tentakel zu landen. Iris registriert es entsetzt ...
... und ruft: "Meneor, sie stürzen ab!"
Im letzten Moment wird ihr Sturz aufgefangen ...
... und sie steigen auf eine sichere H?he über der Herde.
Die Arme aller Genvilles beginnen zu verschwimmen, wie sie in rascher Folge ihre Messer werfen.
Mit Ohren bet?ubendem Krachen explodieren die Messer fast alle gleichzeitig.
Die Luft ist erfüllt von den herum fliegenden K?rperteilen der Stomps.
Wie der letzte K?rperteil zu Boden f?llt, ...
... breitet sich Stille aus.
Alle Genvilles landen am Boden. Iris und Ewald steigen ab.
Fassungslos betrachtet Iris das blutige Schlachtfeld mit den Felsen grossen Fleischstücken.
Hisch, Piri und Wagon eilen zu Antara, ...
... umarmen und verschmusen sie
Wagon: "Ohne dich w?ren wir jetzt Mus."
Iris, begreifend: "Dann war dieses Buddha-Dings vorhin bloss ..."
Antara, l?chelnd: "... ja, ein übung."
Iris greift sich an den Kopf, vernichtet: "Argh, ihr treibt eure Sp?sse mit mir und ich Idiotin merk es nicht."
Iris, schmerzlich l?chelnd: "Und hier habt ihr Ewald und mich ein bisschen Held spielen lassen, w?hrend ihr die Sache gleich zu Beginn in Sekunden h?ttet erledigen k?nnen."
Hisch: "Wie willst du sonst lernen, wie es ist, echte Monster zu t?ten und nicht solche in Geschichten?"
Iris, Stirn runzelnd: "Und wenn ich vor allem gelernt habe, wie l?cherlich unf?hig ich bin im Vergleich zu euch?"
Wagon: "Ohne Antara w?ren wir jetzt tot. Wir sind alle l?cherlich unf?hig, wenn das Herausforderung nur gross genug ist."
Antara, entrückt: "Und ohne euer Liebe k?nnte ich nicht leben."
Iris schaut Antara lange an im Versuch, die Bedeutung ihrer Worte zu verstehen.
Iris, Stirn runzelnd vor sich hin: "Liebe ist die W?hrung, die alles verbindet und die Unf?higkeit ausgleicht?"
Piri umarmt Iris, strahlend: "Deshalb spielt es auch kein Rolle, wie gut du Messer werfen kannst."
Etwas verwirrt registriert Iris, wie alle Genvilles und Ewald sie anl?cheln.
Iris wird es peinlich und sie sagt: "So genug, ihr Schmalzis ..."
Iris zeigt auf die Fleischbrocken, ablenkend: "Was geschieht jetzt mit diesen K?rperteilen? Werden die wieder zu Stomps?"
Verblüfft beobachtet Iris, wie das Pilzwesen einen Fleischbrocken zu sich hinab zieht.
Hisch, grinsend: "Das ist ein Festschmaus für das Pilzwesen."
Piri, Wagon und Lara kichern. Meneor grinst. Antara l?chelt.
Ein m?chtiges Stück Pilz w?chst aus dem Boden und zieht aller Aufmerksamkeit auf sich.
Es formt sich zu einer Haus grossen Hand, die mit ihren Fingern ein Victory-Zeichen bildet.
Die Genvilles machen ein Fragezeichengesicht und Wagon spricht es aus: "Was bedeutet das?"
Iris, staunend: "Das ist ein V für Victory. Das bedeutet 'Sieg' oder 'Wir haben gesiegt.'. Aber woher kennt das Pilzwesen dieses Symbol?"
Die Schwestern und Antara betrachten entzückt die Hand.
Wagon, die Augen nicht von der Hand lassend: "Es liest unsere Gedanken. Was du weisst, weiss es auch."
Iris denkt erschüttert: 'Na toll, jetzt bin ich auch noch vor diesem Monstrum Hirn nackt.'
Lara, verschmust: "Es ist so kuschelig zu wissen, dass das Pilzwesen überall bei uns ist."
Iris stellt sich schaudernd die gigantische Gr?sse des Pilzwesens vor und denkt: 'Kuschelig?'
Iris, seufzend: "Zum Glück ist es wenigstens auf unserer Seite."
Wagon, als müsste sie gleich tatendurstig einen Feind bek?mpfen: "Ja, sonst müssten wir es vergiften."
Piri, wie Wagon: "Oder es mit einem Virus in Matsch verwandeln."
Hisch, wie Wagon: "Oder es durch ein lebendes S?ge in kleine Scheiben schneiden."
W?hrend Ewald l?chelt, Meneor grinst, Antara kichert und die Schwestern übermütig lachen, verformt sich die Hand, von Iris aufmerksam beobachtet, ...
... zu einer Geste mit dem ausgestreckten Mittelfinger, was Iris und Ewald zu Lachen reizt, w?hrend die Genvilles verblüfft sind.
Piri, neugierig zu Iris: "Iris, was bedeutet das?"
Iris, vor staunendem Publikum, grinsend: "So viel wie 'Ihr k?nnt mich mal.' oder Leckt mich am Arsch.'"
Als h?tten sie es abgesprochen, rufen die Schwestern im Chor: "Her mit dem Arsch!"
Die Hand formt sich zu einem knackigen Hintern. Sie Schwestern rennen wie auf Kommando los ...
... und lecken den Hintern ab, als w?re er ein Softeis. Aus Antaras Kehle perlt ein Lachen. Ewald muss auch lachen. Meneor grinst wie immer. Iris h?lt sich erschüttert mit gesenktem Kopf die Stirn, muss aber breit l?cheln.
Lachend kommen die Schwestern zurück.
Lara, zu Iris, schw?rmerisch: "Mmh, das sollten wir ?fters tun ... So süss!"
Iris, grinsend: "Warum macht ihr solchen Scheiss?"
Lara: "Wir haben Antara zum Lachen gebracht."
Iris versteht nicht.
Lara, entrückt: "Wenn Antara lacht, dann lacht das Himmel."
Iris beginnt zu zittern, versucht noch sp?ttisch zu sein: "Ja, mindestens."
Iris sinkt zitternd und weinend auf die Knie.
Lara kniet sich besorgt zu ihr, ...
... nimmt sie in die Arme und fragt mitfühlend: "Warum weinst du, Liebes?"
Iris, schluchzend: "Ohne Antara w?ren wir jetzt tot ... Dieses durch die Luft fliegen ... diese fürchterlichen Monster ... diese blutigen Fleischklumpen ... dieses gigantische Monstrum im Boden ... alles auf einmal ... Es ist zu viel ... Ich habe einen Nervenzusammenbruch ..."
Lara bettet Iris' Kopf in ihren Schoss.
Iris, mit ihrem verweinten Gesicht zu Lara auf blickend: "Mann, ist mir das peinlich ... Aber irgendwie ist das jetzt auch scheissegal ... Mein Leben war sowieso eine Abfolge von Peinlichkeiten."
Lara streichelt Iris z?rtlich und sagt behutsam: "Ich weiss nicht genau, was Peinlichkeit bedeutet. Es muss etwas sein, das die Natürlichen sich antun."
Iris muss lachen ...
... und sagt schmerzlich l?chelnd: "Du Glückliche."
Iris, begreifend, ungl?ubig: "Du meinst, ich kann so peinlich sein, wie ich will, ihr werdet mich dafür weder verachten noch hassen?"
Lara, wie oben: "Wir haben keine solchen Gefühle."
Iris, ergriffen von der Bedeutung dieser Aussage: "Keine ... solchen ... Gefühle? ..."
Zitternd l?sst Iris die Tr?nen fliessen, w?hrend Lara sie z?rtlich streichelt.
Meneor, mit Blick auf Iris, zu Antara: "Willst du es beruhigen?"
Antara: "Nein. Es ist schmerzhaft, wenn die Bedeutungen sich verschieben. Wenn ich die Schmerzen nehme, verhindere ich auch das Verschieben."
Meneor, sich hin setzend: "Dann warten wir."
Antara, sich hin setzend: "Ja."
Auch die anderen haben sich gesetzt, sodass alle zusammen einen schweigenden Kreis um Lara und Iris bilden.
Iris hat geschlafen und schl?gt nun die Augen auf.
Iris sieht Laras l?chelndes Gesicht über sich und versucht sich zu orientieren: "Was ..."
Lara, l?chelnd: "Du hast geschlafen."
Iris richtet sich schlaftrunken auf und sieht den Kreis der Leute um sich. Iris, verwirrt: "Wie lange?"
Lara, l?chelnd: "Ein paar Stunden."
Iris, verblüfft: "Waa... und ihr habt die ganze Zeit da gesessen?"
Lara, schlicht: "Ja."
Iris, Stirn runzelnd: "Ich wollte nicht, dass ihr euch wegen mir langweilt."
Wagon, l?chelnd: "Wir langweilen uns nie. Du hast uns Zeit geschenkt zum Denken."
Iris, sarkastisch: "Na, wie grosszügig ich doch bin."
Gekicher.
Hisch, fr?hlich: "Iris ist wieder da."
Meneor, mit Blut verschmiertem Mund: "Gehen wir?"
Iris, neugierig: "Warum bist du voll Blut?"
Hisch, grinsend: "Das gierige Sack hat Stompfleisch gegessen."
Iris, angeekelt: "W?h."
Meneor stellt sich vor Iris, damit sie auf seinen Rücken steigen kann. Iris bemerkt seine Blut verschmierten H?nde und sagt seufzend: "Sich mit Stompblut besudeln zu lassen geh?rt wohl auch zum Weg des Kriegers."
W?hrend die Schwestern lachen und Antara kichert, steigt Iris auf Meneor und Ewald auf Piri.
Antara: "Ich bin etwas ersch?pft. Ich werde auch mit dem Pilzwesen reisen."
Von hinten ist zu sehen, wie die Gruppe von Pilztentakeln in die Luft geschleudert wird.
Szeneanfang:
Am sp?teren Nachmittag des selben Tages. Iris n?hert sich den Nutzwesen Bioskop, Tank, Trage und Hilfsorgane. Sie tr?gt jetzt auch einen Messergürtel.
Wie Bioskop Iris ersp?ht, ruft es panisch: "Hilfe, das Genmonster hassende Berichterstatter kommt und will uns t?ten!"
Alle Nutzwesen rufen im Chor: "Hiiilfeee!"
Iris ist konsterniert ...
... und schimpft mit in die Seiten gestemmten F?usten: "Seid ihr jetzt total durchgeknallt?!"
Zu Iris' Verblüffung lachen die Nutzwesen fr?hlich.
Hilfsorgane, lachend: "Es hat es geglaubt."
Iris zieht ein Messer, ...
... geht auf Bioskop los und sagt mit stinksaurem Gesichtsausdruck: "Ihr deformierten Genschnipsel wisst wohl nicht, dass es lebensgef?hrlich ist, eine Natürliche auszulachen."
Iris steht vor Bioskop, den Messergriff mit beiden H?nden umfasst und die Arme über den Kopf gestreckt, zum Zustossen bereit.
Bioskop ruft: "Ahhh, ich sterbe!"
Versteckt hinter einem Busch, beobachtet Meneor grinsend die Szene und denkt: 'Sie haben Spass.'
Als w?re nichts gewesen, steckt Iris das Messer weg und sagt grinsend: "Jetzt hast du es auch geglaubt."
Bioskop: "Nicht wirklich."
Die Nutzwesen lachen. Iris begreift geknickt, dass sie zum zweiten Mal verarscht worden ist ...
... und stimmt schliesslich ins Gel?chter ein.
Wie das Lachen verstummt ist, betrachtet Iris die Nutzwesen mit feinem L?cheln und einem Ausdruck grosser Aufmerksamkeit, als s?he sie diese seltsamen Wesen zum ersten Mal.
Iris, wie oben: "Ihr seid so seltsam."
Tank: "Das liegt daran, dass du nützliche Wesen nicht gewohnt bist, weil du immer unter Nutzlosen gelebt hast."
Iris muss lachen.
Iris, l?chelnd: "Danke. Das habe ich verdient."
Iris: "Aber ist es nicht ... trostlos, den ganzen Tag hier zu stehen und darauf zu warten, dass jemand eure Hilfe braucht?"
Bioskop: "Du verstehst nicht, was wir tun."
Iris: "Dann erkl?r es mir."
Bioskop: "Die Forschenden entwerfen neue Organismen. Ich setze die Gene zusammen und optimiere sie. Tank l?sst das neue Wesen wachsen. Trage und Hilfsorgane prüfen, ob es richtig funktioniert. Wenn nicht, t?ten wir es sofort. Ein einziges Fehler von uns kann ganz Genville zerst?ren ..."
Iris staunt.
Bioskop: "... Ganz Genville wird hier geboren."
Erst jetzt begreift Iris mit offenem Mund die Bedeutung der Nutzwesen.
Iris, erschüttert: "Verzeiht mir. Ich habe euch immer nur für eine Art ... merkwürdige Dienstboten gehalten ... Ich sch?me mich ..."
Iris, wie oben: "... Ihr habt ein Paradies gebaut, w?hrend ich mit meinen Reportagen nur die Luft bewegt habe."
Hilfsorgane: "Wir haben alle Reportagen gesehen, die du mit Ewald an das Bildschirmwesen gesendet hast. Deine Luftbewegungen sind immer sehr spannend und informativ. Dank dir wissen wir, was in Natural City ab geht."
Iris denkt gerührt: 'Diese merkwürdigen Wesen geh?rten zu meinem Publikum und sch?tzten meine Arbeit?'
Iris, traurig: "Leider werdet ihr auf meine Berichte verzichten müssen, weil sie mich in Natural City raus geworfen haben."
Trage: "Müssen wir nicht. Du bleibst unser Berichterstatter. Das Universum ist gross. Du wirst morgen auf ein Reise gehen. Wir freuen uns auf dein Bericht."
Iris, staunend: "Auf eine Reise? Wohin?"
Trage: "Du wirst ein anderes Sein kennen lernen."
Iris, verwirrt, weil die Nutzwesen mehr wissen als sie: "Aber ..."
Hilfsorgane: "Kein 'Aber'. Du willst doch dem Weg des Kriegers folgen."
Iris, hilflos: "Seit ich meinen Halt verloren habe, fühle ich mich nutzlos, hilflos und schwach. Jeder Schritt auf dem Weg des Kriegers zertrümmert eine Gewissheit meines alten Selbst."
Bioskop: "Wo ein altes Haus steht, kannst du kein neues Bauen, es sei denn, du schl?gst es in Trümmer."
Iris, vor sich hin, schutzbedürftig: "Ich habe noch kein neues Haus gebaut und stehe auf einem Feld von Trümmern, den Monstern in mir schutzlos ausgeliefert."
Tank: "Von welchen Monstern sprichst du?"
Iris, furchtsam: "Das gr?sste Monster für eine Natürliche ist die Angst vor dem Tod ..."
Iris, wie oben: "... Hisch hat gesagt, ich solle die Monster in Wirklichkeit bek?mpfen nicht in Geschichten."
Tank: "Monster in Geschichten bek?mpfen. Wie absurd!"
Die Nutzwesen lachen herzlich über diesen Unsinn.
Iris ist zum Weinen.
Hilfsorgane: "Wenn du das Monster Tod in Wirklichkeit bek?mpfen willst, dann lass uns dich unsterblich machen, indem wir dich in ein Chromos 1 umwandeln. Deshalb bist du doch zu uns gekommen."
Iris, von Zweifeln hin und her gerissen." Ja und nein. Indem ich mich euch n?here, n?here ich mich dem Gedanken an. Aber dieser Gedanke macht mir ebenso viel Angst wie der Tod."
Hilfsorgane: "Zwei Angstmonster halten die Flügel deines Geistes fest, sodass du nicht mehr fliegen kannst."
Iris, bedrückt: "Ja, verdammt!"
Hilfsorgane: "Leg dich auf Trage, Iris. Wir schauen nach, ob du gesund bist. Dann brauchst du vorl?ufig kein Angst vor dem Tod zu haben."
Iris, misstrauisch: "Ich soll mich euch ausliefern und dann wandelt ihr mich um?"
Hilfsorgane: "Wenn wir das t?ten, würde Meneor uns in kleine Scheiben schneiden."
Iris staunt: "Meneor? Wieso?"
Hilfsorgane: "Das Weg des Kriegers besteht nicht aus Zwang, sondern aus Erkenntnis."
Iris legt sich auf Trage, kichernd: "Na dann will ich mal erkennen, ob ich gesund bin."
Wie Iris auf Trage liegt, verbinden sich Ausstülpungen von Trage und Tentakel von Hilfsorgane mit Iris' K?rper, was sie mit Schaudern registriert.
Trage und Hilfsorgane brauchen Zeit für die Untersuchung. Iris schaut schicksalsergeben zum Himmel.
Trage und Hilfsorgane im Chor: "Du bist gesund, Iris."
Froh über diesen Bericht schliesst Iris die Augen und atmet tief ein und aus. Die Verbindungen zu den Nutzwesen l?sen sich.
Iris springt von Trage ...
... und sagt erleichtert: "Dann ist jetzt die Angst vor dem Tod etwas kleiner und mein Geist kann wieder fliegen."
Bioskop: "Eines Tages wirst du alt und zerknittert sein. Dann wird das Angst vor dem Tod gr?sser sein. Dann kannst du dich wieder entscheiden."
Iris stellt sich erschrocken vor, wie sie alt und zerknittert aussehen wird ...
... und sagt streng: "So etwas sagt man nicht zu einer Dame."
Bioskop: "Will ein Dame lieber in einem Geschichte leben, in dem das Wirklichkeit nicht vor kommt?"
Iris, begütigend die Hand auf Bioskop legend: "Ach liebes Bioskop, nimm mich nicht zu ernst. Das ist doch bloss ein alter Reflex."
Tank: "Ist es auch ein altes Reflex, einem Dame ein Geschenk zu machen?"
Iris erinnert sich voller Unbehagen, wie ihr ein aufdringlicher Verehrer ein Schmuckstück um den Hals h?ngen will und sagt: "Eigentlich schon, ..."
Iris versucht l?chelnd die unangenehme Erinnerung zu verdr?ngen: "... aber ihr wollt mich ja nicht v?geln oder?"
Tank versteht den Satz falsch: "Nein, es ist kein Vogel."
Iris kichert unsicher, weil sie vermutet, dass Tank sie auf den Arm nimmt.
Wie Tank sich langsam ?ffnet, zieht er Iris' Aufmerksamkeit auf sich.
Etwas verwirrt und gleichzeitig entt?uscht, sieht Iris ein zartes Pfl?nzchen, bestehend aus einem Würzelchen, wenigen grünen Bl?ttchen und ohne Blüten, in Tank liegen.
Iris: "Was ist das?"
Tank: "Ein-Iris-Strauch. Wir haben es für dich gebaut. Du kannst es einpflanzen an einem Ort, das dir gef?llt."
Iris nimmt das Pfl?nzchen behutsam aus Tank, ...
... betrachtet es auf ihrer Handfl?che und sagt wenig begeistert: "Muss ich ihm Wasser geben?"
Tank: "Wasser bringt das Pilzwesen. Du musst nur die Früchte mit ihm teilen."
Iris, begreifend: "Früchte?"
Iris, wie oben: "Ach so, das Geschenk ist nicht dieser Winzling, sondern seine Früchte, die ich in zehn Jahren ernten kann, wenn er ausgewachsen ist."
Tank: "Ein Woche musst du im schon geben. Dann ist es reif."
Iris wirft den Kopf nach hinten und ruft lachend: "Ach ja, wir sind in Genville. Da schrumpfen zehn Jahre schon mal auf eine Woche zusammen."
Iris, pl?tzlich doch gerührt von der Geste der Nutzwesen, mit Blick auf das Pfl?nzchen: "Hey, ich danke euch für das kleine Genmonster. Dann gehe ich das zarte Ding einpflanzen, bevor es verdurstet."
Die Nutzwesen lachen. Bioskop, lachend: "Wenn du Genmonster eines Tages nicht mehr hasst, wird es langweiliger auf dem Erde."
Die Fr?hlichkeit der Nutzwesen steckt Iris an und sie lacht mit.
Wie Iris, das Pfl?nzchen behutsam vor sich her tragend, davon geht, ruft ihr Trage nach: "Und sag Ewald, es soll filmen! Wir wollen auch etwas haben von deinem Reise."
Meneor steht immer noch in seinem Versteck und denkt mit Blick auf die Nutzwesen: 'Gut gemacht.'
Wie Iris einen sch?nen Platz für ihren Strauch gefunden hat, kniet sie sich hin ...
... und gr?bt mit einer Hand ein Loch in die Erde.
Iris h?lt das Pfl?nzchen zwischen zwei Fingern und sagt zu ihm: "Dann gedeihe sch?n, mein Kleines, damit ich bald von deinen Früchten naschen kann."
Spontan gibt Iris dem Pfl?nzchen einen Kuss.
W?hrend des Kusses streicheln die Bl?tter Iris' Wangen.
Iris starrt das Pfl?nzchen verblüfft an: "Hast du mich eben gestreichelt?"
W?hrend Iris das Pfl?nzchen behutsam einbettet, kullern Tr?nen der Rührung über ihre Wangen.

